Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Iphofen e.V.

29. Juni 1874
Die Freiwillige Feuerwehr Iphofen wurde gegründet. Die Stadt verpflichtete sich alle anfallenden Kosten zu übernehmen.

Am 14. Februar 1877 wurde für die inzwischen gegründete Freiwillige Feuerwehr eine Saug- und Druckspritze zum Preis von 1630 Mark angeschafft (Lieferant: Justus Braun, Nürnberg).

27. Februar 1878 Großzügig zeigte sich die München-Aachener-Feuerversicherungsgesellschaft, der Freiwilligen Feuerwehr als Geschenk eine zweirädrige Löschmaschine überließ. In dem 1878 fertig gestellten neuen Schulgebäude befand sich auch das "Feuerhaus". Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Löschgeräte im Zentturm untergebracht.

16. August 1905 lieferte die Firma C. D. Magirus in Ulm eine Schubkarrenspritze mit Saugwerk (Preis: 700 Mark).

4. April 1907 begründete der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr, Franz Fröhlich, die Notwendigkeit einer neuen ausziehbaren Leiter. Die Feuerleiter wurde bei den Vereinigten Feuerwehrgeräte-Fabriken G.m.b.H. München bestellt. Bei ihrer Auslieferung stellte sich heraus, dass sie im ”Feuerhaus” nicht untergebracht werden konnte, da die Achse um 6cm zu lang war.

Am 15. Februar 1910 beantragte der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr, Franz Fröhlich, bei der Stadt die Anschaffung eines Federwagens zum Transport der Feuerwehrleute bei auswärtigen Bränden.
Stadtmagistrat und Gemeindebevollmächtigte gaben ihre Zustimmung. Anscheinend wurde aber dieser Wagen auch zu anderen Zwecken verwendet, da ein Beschluss des Magistrats-Kollegiums vom 3. September 1911 besagt:
"Der Feuerwehr-Mannschaftswagen ist ausschließlich nur bei vorkommenden Bränden zu benützen und wird jegliche anderweitige Benützung desselben, besonders zu Vereins- und Vergnügungsfahrten nicht mehr genehmigt."

In den darauf folgenden Jahren war ein beachtlicher Mitgliederzuwachs zu verzeichnen, der durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges jäh unterbrochen wurde.

Am 7. September 1921 bot der Stadtrat dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg eine "Feuerspritze ältesten Systems" an. Ob der Verkauf zustande kam, ist nicht bekannt.

1928 völlige Umstellung der Löschtaktik durch den Bau der Wasserleitung.

Am 7. März 1928 bei der Firma Magirus München eine zweiräderige Magirus-Patent-Leiter mit 12m Höhe in Auftrag gegeben (Preis: 1085 Rentenmark). Die Auslieferung erfolgte am 13. Mai 1928.
Am 12. November des gleichen Jahres wurde bei J. Vogel in Speyer noch ein Hydrantenwagen bestellt (Preis: 288,75 Rentenmark).

Zu den vorhandenen Geräten kam 1938 noch ein Schlauchwagen.

Nach Beginn des 2. Weltkrieges sank die Mitgliederzahl wieder auf 38 Mann ab. Notdürftiges heranziehen von Frauen und Jugendlichen. Zum Glück blieb Iphofen während des Krieges von größeren Branden verschont.

Als dringend notwendig erwies sich während des 2. Weltkrieges (1941) die Anschaffung einer tragbaren Motorspritze.

1945 Nach Totalzusammenbruch musste auch die Freiwillige Feuerwehr Iphofen wieder neu aufgebaut werden.

Nach dem Krieg stieg die Einwohnerzahl Iphofens stark an was sich auch in der Ausweitung des Stadtgebietes bemerkbar machte. Das forderte von der Feuerwehr eine höhere Schlagkraft und Einsatzbereitschaft. Um deren gerecht zu werden bedurfte es vor allem einer modernen Ausrüstung und Ausbildung. In Zielstrebiger Arbeit hatte die FFW Iphofen es geschafft zur führenden Wehr im Landkreis Scheinfeld aufzusteigen.

1957 erfolgte die Übergabe eines Feuerlösch-Fahrzeugs LF8/TS an die FFW durch die Stadt.

26. Juni 1960 Anschaffung einer Feuerwehrfahne.

Da die Gefahren durch Atemgifte immer größer wurden, beschaffte man 1964 die ersten drei Preßluftatmer (PA 32). Im gleichen Jahr wurde aus Vereinsmitteln ein Fahrzeug der Bereitschaftspolizei Göppingen gekauft und von den Mitgliedern der FFW in 187 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden zu einem Mannschafts- und Schlauchwagen umgebaut. Die Kosten für Anschaffung und Umbau betrugen DM 2700,-.

Das Fahrzeug wurde 1965 an die FFW Markt Einersheim verkauft.

31. Juli 1966 Übergabe des von der Stadt errichteten Feuerwehrgerätehauses am heutigen Standort in der Markteinersheimer Straße.

1966 erfolgte der Kauf eines Kfz Ford-Transit von der Firma Saalmüller (Würzburg) aus Vereinsmitteln. In 82 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden erfolgte der Umbau zu einem Allzweck- und Mannschaftswagen. Die Gesamtkosten betrugen DM 2800,-.
Im gleiche Jahr wurde der FFW Iphofen ein Tanklöschfahrzeugs TLF16 (Magirus) zum Preis von DM 82.000,- zugewiesen und vom Landkreis Scheinfeld finanziert.

1966 konnte erstmals ein Rettungssatz, bestehend aus Schere und Spreizen, einfach wirkend und mit mechanischer Rückholung gekauft werden.

1967 wurde ein Atemluftkompressor mit den nötigen Prüfgeräten für die Atemschutzgeräte beschafft und durch die Stadt finanziert.

1969 Der 1966 gekaufte und umgebaute Ford-Transit wurde 1969 durch ein vom Land, vom Landkreis und von der Stadt bezuschusstes neues Fahrzeug abgelöst. Die Restfinanzierung von DM 2264,- übernahm die FFW.
Die Stützpunktfeuerwehr Iphofen war nun mit technischem Gerät so ausgestattet, dass sie jederzeit mit einem TLF16, einem LF8/TS und einem Allzweckfahrzeug als Löschzug ausrücken konnte, ohne den örtlichen Feuerschutz zu vernachlässigen.
Als weitere Ausstattung wurden der FFW vom Landkreis Scheinfeld zwei Funkgeräte für das 4m Band und 4 Handfunksprechgeräte im 2m Band-Bereich übergeben. Damit konnte erstmals die Kommunikation zwischen Feuerwehrgerätehaus und den im Einsatz befindlichen Fahrzeugen hergestellt werden. Ferner wurden auf Vereinskosten ein Pulmotor (lungenautomatisches Beatmungsgerät) ein Arztkoffer und ein weiteres Funkgerät angeschafft.

Die am 1. Juli 1972 erfolgte Eingliederung der Stadt Iphofen in den Landkreis Kitzingen wirkte sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr in personeller und organisatorischer Hinsicht aus.

1974 Zur Sicherstellung des Feuerschutzes bei der Firma Gebr. Knauf musste die FFW gemäß einem Gutachten der Regierung von Mittelfranken mit einem TroTLF16 und einem Wasser- und Schaumwerfer ausgerüstet werden. Diese Geräte wurden am Florianstag 1974 der FFW übergeben. Noch heute kommt diesem Fahrzeug als Bestandteil des 1. Löschzuges Gefahrgut eine wichtige Rolle zur Sicherung des Feuerschutzes zu. Das TSF wurde dafür der FFW Iphofen-Mönchsondheim überlassen. Mit dem TroTLF16 kam erstmals ein hydraulischer Rettungssatz nach Iphofen. Mit Hilfe eines kleinen Stromaggregates konnte die Wehr nun bei Unfällen schneller und einfacher Personen befreien. Der Rettungssatz wurde damals finanziert mit Mitteln des Rettungskuratoriums Bayern und einer Spende der Sparkasse.

1974 konnte die Wehr ihr 100jähriges Bestehen in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrfest begehen.

Nach einem Beschluss des Kreisausschusses vom Juli 1979 wurde 1980 eine kreiseigene Atemschutzpflegestelle mit einem neuen Atemluftkompressor im Gerätehaus eingerichtet. Lehrgänge zur Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern finden seit 1989 regelmäßig in Iphofen statt.

1980 konnten erstmals 18 Funkmeldeempfänger zum Gesamtpreis von rund DM 25.000,- beschafft werden.

1980 Beschaffung eines LF8.

1989 wurde auf Vereinskosten ein neuer VW-Bus gekauft. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über DM 50.000,- abzüglich diverser Zuschüsse blieben noch rund DM 32.000,- zu zahlen.

1991 Da zur Sicherstellung der Rettungsfrist mit Atemschutz die FFW Nenzenheim ein LF8 benötigte, beschloss der Stadtrat 1989 zukunftsweisend den Kauf eines neuen LF16/12, dafür wurde das erst 1982 beschaffte LF8 an Nenzenheim übergeben. Im Dezember 1991, das Fahrzeug war gerade eine Woche alt, musste auch schon der erste Einsatz zu einem Großbrand in Mainbernheim gefahren werden. Heute ist das LF16 mit seiner Ausrüstung (Sprungretter, hydraulischer Rettungssatz, Rettungszylinder, Beleuchtung, Atemschutz) das Fahrzeug der FFW Iphofen, das zu fast jedem Einsatz ausrückt.

1995-1997 Bau des Neuen Atemschutzzentrums des Landkreises Kitzingen im Anschluss an das bestehende Feuerwehrgerätehaus.

Im Juli 1997 wurde der alte Schlauchwagen SW1000 durch einen SW2000 des Katastrophenschutzes, verbunden mit Freistellungsplätzen für den Ersatzdienst, ersetzt.

1998 Eine Drehleiter DLK12-9, die 1998 kurzfristig als Vorführfahrzeug günstig erworben werden konnte, wurde am 25. Oktober 1998 geweiht.

13. November 2000 Das alte TLF 16 Bj. 1966 wurde durch ein neues TLF 16/25 mit Fahrgestell MAN, Aufbau Rosenbauer, abgelöst. Das alte Fahrzeug wurde der Feuerwehr Mainstockheim überlassen. Dort wird ist es noch heute im Einsatz.

2004 Zur Ersterkundung und wegen der steigenden Einsätze im Bereich Notfallseelsorge beschloss die Feuerwehr aus Vereinsmitteln einen gebrauchten BMW als Einsatzleitfahrzeug zu beschaffen.

Oktober 2005 Das neue Mehrzweckfahrzeug, ein Mercedes Sprinter, wurde anlässlich der "Letzten Fuhre" am Marktplatz Iphofen eingeweiht. Das alte Fahrzeug, ein VW-Bus Bj. 1989, wurde an die Stadt Iphofen für die Waldpflege übergeben.

Nachdem das Feuerwehrgerätehaus aus "allen Nähten platzte", wurde 2007/2008 ein weiterer Anbau - diesmal in östlicher Richtung - geplant und durchgeführt. Am 18. Oktober 2008 wurde er eingeweiht. Im neuen Anbau fanden so die Drehleiter einen ausreichend langen Stellplatz, die Mannschaft einen Bereitschaftsraum und einen Lagerraum sowie die neu beschaffte Schlauchpflege einen Raum. Mit der neuen Schlauchpflegeanlage der Fa. Hafenrichter werden die Schläuche in einem Durchgang gewaschen, geprüft und getrocknet, das erleichtert v.a. nach Einsätzen mit dem Schlauchwagen die Arbeit, da früher der Schlauchturm die Menge der zu trocknenden Schläuche nicht auf einmal aufnehmen konnte.

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